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Schweinerassen

Schweinerassen

Schweine sind äußerst intelligente und lernfähige Tiere. Auch ihre Neugierde macht sie so interessant für uns Menschen. Wir möchten euch hier ein paar wichtige Rassen der Schweinezucht vorstellen.

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Deutsches Edelschwein

Körpergewicht und Beschreibung

Sau 250 – 280 kg
80 cm Widerristhöhe
Eber 300 – 350 kg
85 cm Widerristhöhe
großrahmig, mittellang, weiße Borsten auf weißer Haut, breiter Kopf mit eingedellter Nasenlinie, meist Stehohren, frohwüchsig, geringe Streßanfälligkeit, 10 – 12 Ferkel pro Wurf

Geschichte

1904 offizielle Anerkennung als Rasse

Entstand aus der Kreuzung zwischen einheimischen primitiven schlappohrigen Schweinen, den sog. Marschlandschweinen, mit Yorkshires und englischen Middle Whites. Das deutsche Edelschwein hat ein geringes Fleischbildungsvermögen als die späteren für die Fleischproduktion bedeutenderen Rassen.

Verbreitung

Mitteleuropa, Balkan aber auch Österreich und Schweiz
in der BRD als geschlossenes Zuchtgebiet Ammerland bei Oldenburg i.O.

http://www.schweinefreunde.de/schweine/schweine-rassen/edelschwein.htm

Deutsches Landrasse

Körpergröße und Beschreibung

Eber:
Größe: 85 – 90 cm  und einem Gewicht von 300-320kg
Sau:
Größe; 80-85 cm und einem Gewicht von  250 -290 kg

– magereres „Fleischschwein“

– großwüchsig, langgestreckter Körper

– frohwüchsig

Zuchtziel

Zuchtziel ist ein fruchtbares und widerstandsfähiges Schwein von weißer Farbe mit guter Entwicklung und Futterverwertung, das mit einem genügend hohen Muskelfleischanteil und einer guten Fleischbeschaffenheit den Anforderungen des Marktes entspricht. Die Deutsche Landrasse soll besonders für den Einsatz als Sauenlinie geeignet sein.

Geschichte
Die Deutsche Landrasse (DL) ist aus Landschlägen unter Einkreuzung von (Large White) Yorkshire-Ebern Anfang dieses Jahrhunderts entstanden. Etwa um 1890 kreuzte man in verschiedenen deutsche Landschweine-Rassen, die alle weiße Borsten auf weißer Haut, Schlappohren und Großrahmigkeit aufwiesen, Yorkshire-Eber (weiß
mit Stehohr) aus England ein.
Ab 1911 nannte man die so entstandene Rasse „Veredeltes Deutsches Landschwein“. Dieser Name war bis 1968 gebräuchlich. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Zuchtmaterial vereinheitlicht.
Ende der 50er Jahre wurde die Zucht dann sehr stark auf den Fleischanteil ausgerichtet. Die Deutsche Landrasse wurde als fruchtbares, fleischreiches Universalschwein weiter gezüchtet. Mit zunehmender Bedeutung der Kreuzungszucht seit den 1980er Jahren rückte die Zucht auf Streßstabilität in den Vordergrund, und die DL wurde eine der wichtigsten Mutterrassen in den verschiedenen Kreuzungszuchtprogrammen. Im Vordergrund stehen Mastleistung, Fruchtbarkeit, Mütterlichkeit und Milchleistung. Besonders Gesäugeanlage und Milchleistung ist eine besonderes Qualitätsmerkmal dieser Rasse.
Verbreitung

Das Deutsche Edelschwein gibt es in Mitteleuropa, Balkan aber auch Österreich und Schweiz in der BRD als geschlossenes Zuchtgebiet Ammerland bei Oldenburg i.O.

Quelle: German Genetic mit Sitz in Stuttgart-Plieningen
Foto: H. Sambraus

Pietrain

Körpergröße und Beschreibung

 – Größe: 70-80 cm (Eber) bzw. 60-75 cm (Sau)

 – Gewicht: 300 kg (Eber) bzw. 260 kg (Sau)

Das Pietrainschwein ist im Vergleich zu anderen Rassen eher kurz, hat aber recht kräftige Schultern und massige Schinken. Die Tiere haben Stehohren und sind entweder reinweiss bzw. grau grundiert mit unregelmäßigen schwarzen und braunen Flecken.

In Leistung und Körperbau, Typ und Widerstandskraft ausgerichtet auf hohe und stabile Fruchtbarkeits– und Aufzuchtleistungen, wachstumintensiv bis zu Mastendgewichten von 120 – 125 kg bei guter Futterverwertung, guter Schlachtkörperqualität sowie guter Fleischbeschaffenheit, vorteilhaftem intramuskulärem Fettgehalt, hervorragender Belastbarkeit, Stressresistenz sowie Langlebigkeit.

Geschichte

Das Piétrainschwein ist in den 20er Jahren aus einem belgischen Landschweinschlag durch Einkreuzung verschiedener frühreifer Rassen entstanden. Der Name leitet sich von dem Dorf Piétrain in der Provinz Brabant ab, wo zu nächst nur ein Züchter diese Rasse hielt.

Ende der 50er Jahre wurden die ersten Piétrainschweine in die Bundesrepublik Deutschland importiert. Als Vaterrasse haben die Piétrain eine große Bedeutung für die Mastschweineproduktion und werden in nahezu allen Zuchtprogrammen als Endprodukteber eingesetzt.

Verbreitung

Das Pietrainschwein ist eine Rasse die sehr beliebte Vaterrasse ist.

Verbreitung  in europäischen und außereuropäischen Länder und in ganz Deutschland

Bilder und Text: Zuchtbetrieb Lefting

Buntes Bentheimer Schwein

Körpergröße und Beschreibung
Schulterhöhe                     Eber 75 cm         250 kg Gewicht
Schulterhöhe                     Sau 70 cm          180 kg Gewicht

Das Bunte Bentheimer Schwein ist ein mittelgroßes Schwein im Landschweintyp (Schlappohren); langgestreckt und rahmig mit kurzem Becken. Unregelmäßig schwarze Flecken auf weißem oder hellgrauem Untergrund.

Vorzüge

  • hohe Fruchtbarkeit
  • lange Nutzungsdauer
  • streßstabil und robust
  • genügsam in der Haltung
  • exzellente Fleischqualität
Geschichte

1950 bis 1964 herdbuchmäßig erfasst im Zuchtverband des Bentheimer Schweines.
1988 erneute Herdbuchaufnahme
1990-2008 züchterisch vom Schweinezuchtverband Weser- Ems e.G. betreut (2003 ist dies die Niedersächsische  Erzeugergemeinschaft für Zuchtschweine eG – NEZ – mit Sitz in Oldenburg ).
Seit 17.11.2008 ist die bundesweite Herdbuchführung durch den neu gegründeten Verein “NORDSCHWEIN” gesichert

Verbreitung

Früher Grafschaft Bentheim Emsland, Cloppenburg und Wettringen.

Heute gibt es bundesweit Zuchtbetriebe

Quelle: Verein zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines e.V.
http://www.bunte-bentheimer-schweine.de/
Foto: Tobias Böckermann