Getreidebau (am Beispiel Winterweizen) Teil 1 von 3

Die wichtigsten Stationen im Getreidebau (hier Winterweizen) haben wir im Foto festgehalten und auf diesen Seiten dokumentiert. Natürlich ist ein Jahr im Pflanzenbau viel komplexer als hier dargestellt. Pflanzenbau nach dem Prinzip des „Integrierten Landbaus“ erfordert heutzutage mehr als nur Säen und Ernten. Alle Anbau- und Produktionsverfahren (z.B. Fruchtfolge, Sortenwahl, Saat-Termin, Pflanzenernährung, usw.) müssen aufeinander abgestimmt sein, um eine höchstmögliche Quantität (Erntemenge) sowie Qualität zu erlangen. Das erfordert vom Landwirt ein hohes Maß an Fachwissen und eine sehr gute, teilweise tägliche Beobachtung der Feldfrucht und der Umwelt.

 

 

Foto: jean jannon  / pixelio.de

Foto: jean jannon / pixelio.de

 

2.) Ende August: Viele Körner der Vorfrucht sind vor dem Dreschen auf den Boden gefallen. Würde man jetzt pflügen, könnten sie tief im Boden „überleben“ und kämen irgendwann wieder als „Unkraut“ zu Tage. Deshalb lockert man die oberste Bodenschicht mit einem Grubber, damit die Körner jetzt „auflaufen“ können (Keimen und wachsen)

_web_R_by_siepmannH_pixelio.de

_web_R_by_siepmannH_pixelio.de

Die Vorfrucht ist nun aufgelaufen. Jetzt wird sie ca. 30 cm tief untergepflügt, wo sie verrotten kann und den nachfolgenden Pflanzen sogar noch Nährstoffe abgibt.
Die wichtigsten Wirkungen des Pflügens sind außerdem, dass der Boden gelockert und gemischt wird und Unebenheiten in der Boden-Oberfläche ausgeglichen werden.

07177_web_R_by_w.r.wagner_pixelio.de

07177_web_R_by_w.r.wagner_pixelio.de

Mit einer Drillmaschine, die hinter einer Kreiselegge läuft, wird die neue Frucht (hier Winterweizen) gedrillt. Früher waren dafür mehrere Arbeitsgänge notwendig. Heute geschieht dies meistens in einem Arbeitsgang durch den Einsatz einer Kreiselegge mit sehr schnell rotierenden Zinken, die die oberste Bodenschicht lockert und fein krümelt und einer „aufgesattelten“ Drillmaschine, die das Saatgut in Reihen ablegt.

Foto:web_R_by_Wolfgang Dirscherl_pixelio.de

Foto:web_R_by_Wolfgang Dirscherl_pixelio.de

Um den Bodenzustand (pH-Wert, Humus-Gehalt) und den Nährstoffgehalt (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium) des Bodens zu messen, werden Bodenproben entnommen. Nach der Untersuchung durch ein Institut werden die Ergebnisse und Düngungsempfehlungen zugesandt. Bei optimaler Pflanzenversorgung mit Dünger bleiben die Pflanzen gesund und der Landwirt kann viel Geld durch teure Pflanzenschutzmittel oder Überdüngung einsparen.

Foto: Holger Fechner

Foto: Holger Fechner

Bei den verschiedenen Wachstumsphasen wird mehrmals, an den jeweiligen Bedarf der Pflanzen angepasst,  gezielt gedüngt, um die fehlenden Pflanzennährstoffe zu ergänzen. Dies geschieht mit Wirtschaftsdüngern (Gülle, Mist, Jauche, etc.) und auch mit zugekauften Mineraldüngern

 

 

 

 

duengen