Nützlinge
sind Tiere (Insekten,
Vögel), die andere, schädliche Tiere fressen und so zu einer Verminderung des Schadens
an Kulturpflanzen beitragen. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln besteht immer das
Risiko, auch die Nützlinge zu treffen, entweder direkt durch die Giftwirkung des Mittels,
oder indirekt durch den Entzug der Nahrungsgrundlage. Daher ist es seit Jahren eine
wichtige Anforderung bei der Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln, diese für die
Nützlinge verträglich zu machen. Auch durch die Wahl eines geeigneten
Anwendungszeitpunktes (z. B. wenn Nützlinge nicht fliegen) oder Anwendungstechniken (z.
B. besondere Spritzen) sowie die Anlage von Rückzugsmöglichkeiten für die Nützlinge
(z. B. Feldgehölze) lassen sich Nützlinge
weitgehend schonen. Siehe Biologische
Schädlingsbekämpfung, Integrierten
Pflanzenschutz.
Beispiele für Nützlinge sind:
Marienkäferarten, die als Larven und Käfer Blattläuse fressen;
Laufkäferarten, die u. a. Schnecken und Larven der Kohlfliegen
fressen;
Florfliegen- und Schwebfliegenlarven, die Blattläuse fressen;
Spinnmilben, die alles fressen, was sie überwältigen können;
Raubmilben, die Spinnmilben aussaugen;
Raubwanzen, die Eier und Larven vieler Insekten aussaugen;
Schlupfwespen aller Art, die als Parasiten ihre Eier in die Eier,
Larven und Puppen verschiedener Insektenarten ablegen, worauf die schlüpfenden
Wespenlarven ihre Wirtsleute von innen her auffressen.
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