Kartoffeln
Kartoffeln gehören zu den Hackfrüchten, die zwar unkrautanfällig sind und daher viel Arbeit machen, das aber durch hohen Ertrag lohnen. Trotz aller Erfolge der Züchter, die ihnen Resistenzen gegen viele Krankheiten verliehen, sind sie empfindlich gegen Bakterien, Viren, bestimmte Insekten (Kartoffelkäfer) und Pilzkrankheiten (vor allem Kraut- und Knollenfäule); diese können heute mit Fungiziden bekämpft werden. Die Kartoffel zählt zu den Nachtschattengewächsen; wie viele andere Mitglieder dieser Gruppe enthält sie giftige Stoffe (vor allem Solanin). Daher sind Blätter, die weißen, rosa oder violetten Blüten und die grünen, etwa kirschgroßen Früchte nicht essbar. Nur die Knollen sind weitgehend frei davon. Die Knolle ist botanisch gesehen ein verdickter unterirdischer Stengelausläufer. Die kleinen dunklen Punkte darin sind die „Augen". Pflanzt man eine Kartoffelknolle ein, treiben sie Sprosse, die sich zu Kartoffelpflanzen entwickeln. Frisch geerntete Kartoffeln enthalten etwa 78 Prozent Wasser, 18 Prozent Stärke, 2,2 Prozent Eiweiß, 1 Prozent Mineralstoffe, 0,1 Prozent Fett und mehrere Vitamine. Sie dienen als Nahrung, als Tierfutter, und die daraus gewonnene Stärke als Industrie-Rohstoff für die Gewinnung von Alkohol (u. a. Wodka) und Stärke (etwa für Nahrungsmittel, Papier, Textil), siehe nachwachsende Rohstoffe. In Deutschland nimmt die Verwendung als Speisekartoffel ab zugunsten von verarbeiteter Nahrung (Pommes frites, Kartoffel-Puffer, Kartoffelchips usw.). Siehe auch Anbautipps Kartoffeln. |
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