Bodenarten
bezeichnen das Mischungsverhältnis eines
Bodens aus mineralischen Bestandteilen unterschiedlicher Größe. Das sind:
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Ton mit Korngrößen kleiner als 2 tausendstel Millimeter;
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Schluff mit Korngrößen zwischen 2 tausendstel und 63
tausendstel Millimeter;
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Sand mit Korngrößen zwischen 63 tausendstel und 2
Millimeter;
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Kies und Steine über 2 Millimeter
Man unterscheidet nach dem Hauptgehalt an diesen
Bestandteilen mehrere Bodenarten:
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Sandböden enthalten wenig Ton und
Humus und sollten daher mit Humus versorgt
werden (zum Beispiel durch Gründüngung).
Außerdem speichern sie schlecht Wasser. Ärmste Sandböden werden nur forstlich
genutzt (Kiefernwälder), bessere Böden (mit höherem Tonanteil) tragen
Roggen und
Kartoffeln.
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Tonböden besitzen mehr als 50 %
Tonanteile. Sie speichern daher sehr gut Wasser und Nährstoffe. Allerdings
sind sie bei hoher Feuchtigkeit schlecht zu bearbeiten, weil sie recht
wasserundurchlässig sind und schnell verschlämmen; dabei wird die Oberfläche
luftundurchlässig, was den Humusabbau behindert. Zunehmender Sand- und
Kalkanteil verbessert ihre Eigenschaften. Auf Tonböden baut man u.a.
Weizen,
Hafer, Leguminosen und
Raps an.
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Lehmböden enthalten etwa gleich viel Sand
und Ton und vereinigen die guten Eigenschaften beider Arten, lassen sich gut
bearbeiten und sind für alle Kulturpflanzen geeignet, besonders für
Weizen,
Zuckerrüben,
Gerste und Rotklee.
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Humusböden haben einen besonders hohen
Humusgehalt und sind daher schwarz gefärbt. Bei über 30 % Humus spricht man
von Moorböden; sie eignen sich vor allem für Roggen, Kartoffeln sowie als
Grünland.
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Lößböden (z.B Schwarzerde) sind die
fruchtbarsten überhaupt. Sie entstanden durch Ablagerungen von feinem,
nährstoffreichem Material durch starke Winde am Ende der letzten Eiszeit. Ihre
Poren halten zudem viel Wasser. Auf ihnen wachsen alle anspruchsvollen
Kulturpflanzen.
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Kalkböden haben einen Kalkgehalt von über
40 %, sind gut durchlüftet und reich an Humus und Nährstoffen. Sie sind recht
fruchtbar, halten aber nicht gut Wasser. Gerste und
Hülsenfrüchte gedeihen hier gut,
aber nur bei ausreichender Bewässerung.
Je nach Klima, Relief und menschlicher Einflussnahme können
sich auf gleichem Untergrund unterschiedliche
Bodentypen ausbilden.
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