Deutsches Braunvieh

Das Deutsche Braunvieh ist eine milchbetonte
Zweinutzungsrasse. Neben der Milchleistung und dem Euter wird bei der
Zucht besonderer Wert auf die Anpassungsfähigkeit, Langlebigkeit und
das gesunde Fundament der Tiere gelegt. Die Eignung des Braunviehs für
Grenzstandorte der Milcherzeugung wie Bergregionen, extreme Klima- und
Futterverhältnisse, die Tropen und die günstige Zusammensetzung seines
käsereitauglichen Milcheiweißes finden bei der Zucht Berücksichtigung.
Die ideale ausgewachsene Braunviehkuh ist 138-152 cm (Widerrist) groß,
über 600 kg schwer, sie gibt aufgrund der unterschiedlichen
Standortbedingungen je nach Haltungsintensität mindestens 8.000 bis
9.000 kg Milch mit mindestens 7 – 8 % Gesamtinhaltstoffen
Fett/Eiweiß. Bei Haltung an stark benachteiligten Standorten werden
auch niedrigere Mengenleistungen akzeptiert. Ihr Kalbeabstand soll 400
Tage nicht überschreiten.
Die Mastfähigkeit und Schlachtkörperqualität der Braunviehtiere
genügt den wirtschaftlichen Anforderungen extensiver und intensiver
Rindermastverfahren. In Kombination mit spezialisierten Fleischrassen
wie z.B. Blonde d’Aquitaine entstehen Kreuzungsprodukte, die in Mast-
und Fleischleistung mit reinen Mastrassen ökonomisch konkurrieren
können. Braunviehstiere zeigen eine gute Jugendentwicklung mit
mindestens 1.050 g täglicher Zunahme im ersten Lebensjahr. Männliche
Zuchttiere sind mit einem Jahr fruchtbar, 128-138 cm (Widerrist) groß
und wiegen mindestens 430 kg. Masttiere erreichen im Alter von 450 Tagen
mit 560 kg die Schlachtreife, ihre tägliche Zunahme in der Intensivmast
liegt über 1.200 g pro Tag.
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Produktion:
6.060 kg Milch
4,16% Fett
3,56% Protein
hoher Anteil an Kappa Casein BB
Körpergewicht:
über 600 kg
Widerristhöhe:
138 - 152 cm
Merkmale:
• hohe Milchleistung
• hoher Proteingehalt
• perfekte Euter
• robust und langlebig
• gesunde Klauen
• sehr anpassungsfähig
Verbreitung:
Süddeutschland;
Gebirgsstandorte und Ackerbaugebiete
ca. 176.000 Kühe in der BRD
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