Zahlen rund um die Landwirtschaft
- Ernährungsbedingte Krankheiten verursachen pro Jahr in
Deutschland Folgekosten von über 60 Milliarden EURO.
Nach Expertenaussagen liegt das Hauptproblem heute an einem Zuviel
und einer falschen Auswahl eigentlich gesunder Lebensmittel, wie Ernährungswissenschaftler
betonen. Eine weitere wichtige Feststellung der Ernährungswissenschaft:
Wichtiger als die Produktionsweise ist der Umgang mit Lebensmitteln.
- Am Brot verdient der Bauer am wenigsten: Von jedem EURO, die
deutsche
Verbraucher für Brotgetreideerzeugnisse ausgeben, bleiben dem
Erzeuger
nur 2-3 Cent. Im Durchschnitt hat der Landwirt bei
Nahrungsmitteln
einen Anteil von 26 Prozent. Am höchsten liegt der Anteil bei Eiern
(67 Prozent) und Milch (41 Prozent).
- Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe (Betriebe mit
mindestens
einem Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche) ging 1997 in NRW
um
2,0 Prozent auf 66 900 zurück, nachdem im Jahr zuvor (1996) 1,9
Prozent der
Betriebe aufgegeben hatten.
- Von 4.150 Kilogramm pro Jahr auf 5.991 kg stieg zwischen 1970 und
1997 die durchschnittliche Milcherzeugung je Kuh in
Nordrhein-Westfalen. Die Anzahl der Milchkühe insgesamt verringerte
sich in diesem Zeitraum von rund 726.000 auf gut 451.000.
- 2,7 % der Erwerbstätigen üben z.Zt. (1998) einen
landwirtschaftlichen Beruf aus
- Bundesweit gibt es z.Zt. noch 70.000 Lebensmittelgeschäfte (ohne
Aldi) - fast 2.000 weniger als vor einem Jahr. Die "kritische
Grenze" liegt im Lebensmitteleinzelhandel bei den Geschäften
mit weniger als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche.
- Um 9 Prozent auf 95,3 kg stieg bundesweit der Pro-Kopf-Verzehr an
Obst im vergangenen Wirtschaftsjahr 1996/97 gegenüber dem Vorjahr.
Ebenfalls erhöht hat sich der Gemüseverbrauch, er stieg um gut 2
Prozent auf 88,1 kg.
- Die Bürger von Frankfurt und Berlin müssen 13 bzw.12 Minuten
arbeiten, um sich ein Kilogramm Brot kaufen zu können. (Im
internationalen Durchschnitt liegt dieser Kaufkraftwert mit 24
Minuten doppelt so hoch. Am günstigsten sind die Lu-xemburger dran:
Sie brauchen nur 7 Minuten. Dies hat die empirische Untersuchung
einer Schweizer Bankgesellschaft heraus-gefunden, die Kaufkraft und
Arbeitszeiten in 55 Hauptstädten der Welt ermittelt hat.)
- Um rund 500 auf 2075 Megawatt stieg in Deutschland die verfügbare
Windkraftleistung im Jahre 1997 im Vergleich zum Vorjahr. Damit
liegt Deutschland weltweit an der Spitze vor den USA mit 1600
Megawatt.
- 55 Milliarden DM - 1 Mrd. mehr als im Jahr zuvor - betrugen im
Jahre 1996 die produktionsbedingten Ausgaben der deutschen Land-,
Forstwirtschaft und Fischerei
- Am deutschen Gesamtkäseverbrauch (rund 21 kg) hat Ziegenkäse
einen Anteil von 0,2 Prozent .
- Im Wirtschaftsjahr 1996/97 haben Deutschlands Bauern 12,2 Mrd. DM
in Neubauten und Maschinen investiert. Das bedeutet eine Steigerung
von 25 Prozent in den letzten zehn Jahren.
- Über 19 Millionen Übernachtungen konnten im Tourismussegment
"Urlaub auf dem Bauernhof" im vergangenen Jahr auf den
rund 20.000 Anbieterbetrieben in Deutschland registriert werden.
- In Deutschland arbeiten noch über eine Million in der
Landwirtschaft, das sind 2,9 Prozent der Erwerbstätigen. Nach
Mitteilung des WLV liegt der Anteil der Agrarbeschäftigten in der
Europäischen Union bei 5,1 Prozent, insgesamt arbeiten 7,5
Millionen auf Bauernhöfen
- 1997 haben lediglich 7 % der Verbraucher einen Einkauf in
Discountläden abgelehnt, im Jahr zuvor waren es noch 12 Prozent.
Die Verbraucher kaufen immer preisbewußter ein
- Jeder Bundesbürger hat 1997 insgesamt 3,5 Kilogramm Nüsse (in
erster Linie Wal-, Hasel- und Erdnüsse) sowie 1,4 Kilogramm
Trockenfrüchte verzehrt.
- Die amerikanische Food-Kette von Mc Donald's versorgt 1 Prozent
der Weltbevölkerung
- Ein in Deutschland geborener Bürger verbraucht im Laufe seines
Lebens 174mal soviel Energie wie ein Mensch, der in Tansania zur
Welt kommt.
- Im vergangenen Jahr haben Verbraucher durchschnittlich 88
Kilogramm Gemüse verzehrt, das waren 2,5 Prozent mehr als im Jahr
zuvor.
- Lehrlinge verdienen in der westdeutschen Landwirtschaft
durchschnittlich 954 DM (ostdeutsche Landwirtschaft 897 DM). An der
Spitze der Vergütungen liegen die Lehrlingsgehälter von
Versicherungen und Banken mit 1.245 DM bzw. 1.160 DM. In der
Bekleidungsindustrie werden monatlich 798 DM im ersten Lehrjahr
gezahlt.
- In 1996 haben die deutschen Tierfreunde über 3 Milliarden DM für
Heimtiernahrung ausgegeben. Die Branche erwartet in diesen Monaten
weitere Zuwächse, weil sich jetzt vor allem die Hunde und Katzen
"ihren Winterspeck anfressen".
- Insgesamt haben die Bundesbürger in den ersten sechs Monaten
dieses Jahres 4,9 Milliarden Eier auf Bauernhöfen, Wochen- und
Verbrauchermärkten gekauft. Das waren 60 Eier pro Kopf, aber 3,7
Prozent weniger als im Vorjahr. Zu den Gewinnern zählen
Freilandeier, deren Marktanteil sich vergrößerte.
- Weil Italiens Milchbauern im Agrarjahr 1996/97 rund 568.000 Tonnen
Milch zuviel produziert haben, müssen sie eine Buße von 400 Mio.
DM in die EU-Kasse zahlen. In deutschen Milchviehställen wurde eine
Überproduktion von 382.000 Tonnen registriert, was ein Bußgeld von
270 Mio. DM nach sich zieht.
- 70 Prozent der 263.500 westfälisch-lippischen Milchkühe stehen
unter einer zusätzlichen besonderen Leistungs- und Qualitätskontrolle.
Die Kontrolldichte bei den 11.400 Milcherzeugern ist nach Aussage
des Landeskontrollverbandes Westfalen-Lippe weiter steigend.
- Weil die Weltbevölkerung bis zum Jahre 2010 auf sieben Milliarden
Menschen ansteigen wird (so verläßliche Prognosen), muß die
Agrarproduktion im gleichen Zeitraum um 60 Prozent gesteigert werden
- Die schwarzbunte Aerostar-Tochter "Twin Lynn" hat an 356
Melktagen exakt 28.275 Liter (Kilogramm) Milch gegeben. Das ist eine
Durchschnitts leistung von 80 Litern pro Tag. Die
EU-Durchschnittskuh bringt es nach Mitteilung des WLV auf eine
Jahresleistung von 5.400 Kilogramm, das sind gut 15 Liter Milch täglich.
- 3 bis 4 mg Pantothensäure enthält ein Liter Vollmilch, welche
zur Abwehr von Dermatitis und Hauterkrankungen beiträgt. Der
Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 5 - 10 mg.
- Von den 566.000 deutschen Bauernhöfen bewirtschaften knapp 20.000
(3,5 %) eine Fläche von über 100 ha.
- Die Lebenshaltungskosten stiegen von 1970 bis 1995 um 145 Prozent.
Die Nahrungsmittelpreise stiegen indes nur um 100 Prozent.
- Eine jüngste Umfrage der Landesvereinigung der Milchwirtschaft
Nordrhein-Westfalen ergibt, daß 63 Prozent der Schulen in
Nordrhein-Westfalen Schulmilch bestellen.
- Der "Grüne Punkt" des Dualen Systems Deutschland (DSD)
hat Kosten von 150 DM je Kuh im vergangenen Jahr verursacht. Weil
die Molkereien keine höheren Preise für Milch und Milchprodukte am
Markt durchsetzen konnten, wurden die Kosten von knapp 700 Mio. DM
den Milchbauern "aufs Auge gedrückt". Den Letzten beißen
die Kosten ......
- Die deutschen Verbraucher mußten 1996 geringfügig mehr für
Nahrungsmittel aufwenden als im Vorjahr. Im Durchschnitt gab ein
Vier-Personen-Haushalt mit mittlerem Einkommen im früheren
Bundesgebiet 665 DM (Vorjahr 652 DM) und in den neuen Ländern 601
(579) DM pro Monat aus. An den Ausgaben für den gesamten privaten
Verbrauch in dieser Haushaltsgruppe hatten Nahrungsmittel einen
Anteil von 15,6 (15,9) Prozent im Westen und von 17 (17,2) Prozent
im Osten.
- Jeder dritte Deutsche ist - gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen
von rund 40 Millionen - Mitglied einer Genossenschaft. Bundesweit
arbeiten über 7.200 Genossenschaften: Das sind über 2.500
genossenschaftliche Banken mit fast 14 Millionen Mitgliedern, mehr
als 4.600 landwirtschaftliche Genossenschaften mit 3,3 Millionen
Mitgliedern sowie rund 800 gewerbliche Genossenschaften mit rund
300.000 Mitgliedern. Insgesamt zählt die deutsche
Genossenschafts-Organisation 15,2 Millionen Mitglieder. -DGRV-
- Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (ohne Genußmittel) war im
ersten Halbjahr 1997 in den alten und neuen Ländern mit 0,9 (West)
beziehungsweise 1,2 Prozent (Ost) deutlich niedriger als für die
gesamte Lebenshaltung, die sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
1,7 Prozent verteuerte. Nahrungsmittel haben damit zur Preisstabilität
in Deutschland beigetragen. - BML -
- Mit 2,8 Mio. Tonnen hat der Zuckerabsatz 1996 in Deutschland
seinen bisherigen Höchststand erreicht. Der Pro-Kopf-Verbrauch
stieg gegenüber dem Vorjahr um 800 Gramm auf insgesamt 34
Kilogramm. - Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V., Bonn -
- Seit 1988 ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ab 5 ha
Nutzfläche in Westfalen-Lippe von 40.525 auf 32.580 zurückgegangen.
Das sind absolut knapp 8.000 Betriebe weniger bzw. ein Rückgang von
jährlich 2,5 Prozent.
- Die deutschen Landtechnik-Unternehmen haben 1996 Landmaschinen und
Traktoren im Werte von 7,1 Milliarden D-Mark verkauft. Das bedeutet
nach Mitteilung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes
(WLV) eine Steigerung von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Großteil
der landtechnischen Produktion - über 60 Prozent - wurde im Ausland
abgesetzt. Auf der anderen Seite importierten deutsche Händler
Traktoren und Landmaschinen im Werte von 1, 86 Milliarden D-Mark.
- Zur Zeit werden 34.000 Jugendliche in Deutschland in einem der 13
anerkannten Agrar-Berufe ausgebildet.
- Jeder Deutsche hat 1996 nach Angaben des
Bundeslandwirtschaftsministeriums im Durchschnitt 7,3 kg Butter
gegessen; das waren 0,2 kg mehr als im Vorjahr. Der Gesamtverbrauch
erhöhte sich von 583.100 t auf 594.100 t.
- 75 Prozent der zur Zeit 730.000 Voll-Arbeitskräfte in der
deutschen Land- und Forstwirtschaft sind Familienarbeitskräfte.
- Weltweit liefert Mais mit knapp 569 Millionen Tonnen einen
wichtigen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung.
Vergleichsweise wurden im vergangenen Jahr weltweit 580 Millionen
Tonnen Weizen und 566 Millionen Tonnen Reis geerntet.(Nicht
ausgewiesen sind in der Statistik die knapp 30 Millionen Hektar
Silomaisflächen, auf denen Tierfutter erzeugt wird.)
- Auf 20.000 Bauernhöfen läßt sich in Deutschland Urlaub machen.
- Die landwirtschaftlich genutzte Fläche ist in den alten Bundesländern
1995 gegenüber dem Vorjahr um rund 48.000 Hektar (ha) - entspricht
der Hälfte der Landwirtschaftsfläche im Kreise Borken - oder 0,4 %
auf 11.804 Mio. ha zurückgegangen. Täglich wurden somit rund 131.5
ha der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen.
- 1 Liter haltbare Marken-Milch mit 1,5% Fett kostet diese Woche
(19.Wo.97) in einem Supermarkt mitten in Deutschland 0,73 DM. Im
gleichen Markt kostet 1 Liter Cola 1,50 DM oder 1 Liter Bier 1,89.
Wenn das die Kühe wüssten ...
- Gut 37.000 Hektar Raps standen in Westfalen-Lippe im vergangenen
Jahr 1996. Seit 1993 wurde die Fläche um etwa 2.000 ha ausgedehnt.
- Im Zeitraum zwischen 1990 und 1995 wurden in den Entwicklungsländern
insgesamt 68,5 Millionen Hektar Wald vernichtet - eine Fläche, die
fast der doppelten Größe Deutschlands entspricht. Allein 64,5
Millionen Hektar davon waren Tropenwald.
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