Abtrift (Abdrift)

das unerwünschte Verwehen von Spritzflüssigkeit beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln auf Gebiete außerhalb des Feldes. Die Stärke der Abtrift ist abhängig von der Tröpfchengröße der Spritzlösung und von der Wind.

Ackerbohnen

gehören zu den Hülsenfrüchten (Körnerleguminosen) und werden vielseitig eingesetzt: die Körner („Bohnen“) sind sehr reich an Eiweiß (etwa 30 Prozent) und damit ein ideales Viehfutter; sie lassen sich als ganze Pflanze mit dem Mähdrescher bequem ernten und zu...

Ackerrandstreifen

Ein umweltbewußter Landwirt hält die Randstreifen der Äcker von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln frei, damit dort Kleinlebewesen und Wildpflanzen überleben können. Das kommt der Artenvielfalt allgemein zugute, fördert eine gesunde, lebendige Feldflur und hilft...

Ackerzahl

eine Bewertungszahl für die Qualität eines Ackers. Sie liegt zwischen 10 (schlecht) und 100 (sehr gut), wobei ein Acker mit der Ackerzahl 50 etwa die Hälfte des Ertrags erwarten läßt wie ein Acker mit der Ackerzahl 100. Im Gegensatz zur Bodenzahl (die nur die Qualität...

ADI-Wert

eine Abkürzung des englischen „acceptable daily intake = duldbare tägliche Aufnahme“. Gemeint ist die Höchstdosis eines Pflanzenschutzmittel-Rückstandes (in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht), die für den Menschen ohne Einfluß bleibt, selbst wenn er sie...

Anbaufläche

Die tatsächlich für die Bewirtschaftung zur Verfügung stehende Fläche, also abzüglich aller bebauten Flächen, Wege, Hecken, usw.

Anbautipps Kartoffeln

Ideal sind Kartoffeln für einen leichten bis mittelschweren Boden. Als Ernteziel strebt man hohe Knollenerträge von 250 bis 380 Dezitonnen pro Hektar an. Sie werden nicht wie Getreide aus Samenkörnern gezogen, sondern aus Pflanzkartoffeln: Im April oder Mai wird die...

Anbautipps Mais

Der Mais gedeiht auf fast allen Böden, stellt jedoch hohe Ansprüche an die Temperatur und an die Frostsicherheit bei der Saat. Mitte bis Ende April wird eine Saatgutmenge von 20 bis 30 Kilogramm pro Hektar (= 6 bis 8 Pflanzen pro Quadratmeter) gesät. Ende September...

Anbautipps Weizen

Weizen ist die anspruchsvollste Getreideart, sowohl hinsichtlich des Bodens als auch des Klimas. Er verträgt Kälte weniger gut als Roggen. Er braucht mehr Feuchtigkeit und Wärme, ist aber nicht empfindlich gegen lange Schneebedeckung. Die besten Weizenböden sind...

Anbautipps Weizen

Weizen ist die anspruchsvollste Getreideart, sowohl hinsichtlich des Bodens als auch des Klimas. Er verträgt Kälte weniger gut als Roggen. Er braucht mehr Feuchtigkeit und Wärme, ist aber nicht empfindlich gegen lange Schneebedeckung. Die besten Weizenböden sind...

Anbautips Ackerbohnen

Ackerbohnen brauchen viel und gleichmäßig Wasser, sie sollten daher nur in Gegenden mit reichlich Niederschlägen und auf einem Boden mit guter Wasserhaltekraft angebaut werden. Der beste Saattermin liegt im März, ausgebracht werden etwa 160 bis 180 kg Saatgut pro...

Anbautips Chinaschilf

Miscanthus konkurriert mit dem Mais auf den landwirtschaftlichen Standorten (ebenfalls eine C4-Pflanze). Freilich braucht Chinaschilf hohe Niederschläge und viel Sonne. Anpflanzung im Mai mit 10.000 Stecklingen/Hektar (= 1 Pflanze/m2). Düngung von 50 kg Stickstoff/ha...

Anbautips Getreide

5 Getreidearten sind in Deutschland von Bedeutung: Weizen (als Sommer- und Winterweizen), Gerste (als Sommer- und Wintergerste), Roggen, Hafer und Mais. Roggen und Hafer stellen geringere Ansprüche an Boden und Klima als Weizen, Gerste und Mais. Wie alle unsere...

Anbautips Hackfrüchte

Schon bei der Saat von Zuckerrüben und Mais sollte man sich für eine Unkrautbekämpfungsstrategie entscheiden. Grundsätzlich kann man die Unkräuter mehrmals chemisch mit Herbizid-Spritzungen, mechanisch durch Hacken oder durch Kombination Hacken und Spritzen bekämpfen....

Anbautips Hafer

Hafer ist relativ anspruchslos in Bezug auf Boden und Witterung, braucht aber von allen Getreidearten das meiste Wasser. Gesät wird im März mit einer Saatgutmenge von 120 bis 160 Kilogramm pro Hektar (= 250 bis 350 Körner pro m2). Geerntet wird im August, etwa 45 bis...

Anbautips Roggen

Hybridroggen ist als einzige der vier Hauptgetreidearten Fremdbefruchter. Die widerstandsfähige, anspruchslose und ertragssichere Getreideart gilt als selbstverträglich, d. h. ein Daueranbau ist möglich. Gesät wird er im Oktober mit 90 bis 130 Kilogramm pro Hektar...

Anbautips Sommergerste

Sommergerste wird fast immer als Braugerste verwendet, denn als Futtergerste eignet sich Wintergerste besser. Wichtig ist ein gut abgetrocknetes, feinkrümeliges Saatbett ohne Bodenverdichtungen. Die Aussaat sollte so früh wie möglich erfolgen (März oder April), um die...

Anbautips Wintergerste

Ende September erfolgt die Aussaat mit 120 bis 160 kg/ha, das entspricht 300 bis 350 Körner pro Quadratmeter. Geerntet wird im Juli mit 40 – 95 Dezitonnen pro Hektar. Stellung in der Fruchtfolge: günstig für Wintergerste sind frühräumende Früchte wie Raps und...

Anbautips Zuckerrüben

Als Ziel gilt ein hoher Rübenertrag von 500 bis 700 Dezitonnen pro Hektar mit hohem Zuckergehalt. Eingesät wird Mitte April mit 4 bis 8 Kilogramm pro Hektar (100.000 Rübensamen pro Hektar), als optimaler Pflanzenbestand werden 80.000 bis 90.000 Stück pro Hektar...

Anfälligkeit

nennt man die Unfähigkeit der Pflanze, der Wirkung eines Erregers (Virus, Bakterium, Pilz) oder eines Schadenverursachers (Insekt, Milbe, Fadenwurm usw.) zu widerstehen; steht im umgekehrten Verhältnis zur Resistenz. Siehe auch...

Anreicherung

Wenn bei der Anwendung eines Pflanzenschutzmittels z. B. im Boden noch Rückstände aus vorhergehenden Anwendungen vorhanden sind, kann sich das Mittel bis zu einem bestimmten Niveau anreichern. Heute nutzt man als Pflanzenschutzmittel daher nur Stoffe, die so kurzlebig...

Anwenderschutz

Vor möglichen Gesundheitsgefahren müssen sich vor allem die Personen schützen, die mit Pflanzenschutzmitteln umgehen, also Landwirte und Lohnunternehmer. Daher sollten die Anwender beim Umgang mit den unverdünnten Präparaten Handschuhe und einen Baumwollanzug tragen,...

Applikation

anderes Wort für die Verabreichung eines Arzneimittels oder die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels.

Ar

1 Ar = 100 Quadratmeter. 100 Ar = 1 Hektar.

Auflaufen

nennt man in der Landwirtschaft ein bestimmtes Entwicklungsstadium beim Getreide, nämlich das Durchstoßen des jungen Keims durch die Bodenoberfläche, das erste Grün auf dem Getreidefeld. Nur bis zu diesem Zeitpunkt kann man eggen.

Aufwandmenge

ist die zur Bekämpfung von Schadorganismen, Pflanzenkrankheiten oder Unkräutern notwendige Menge eines Pflanzenschutzmittels pro Fläche, pro Raumeinheit (z. B. im Gewächshaus) oder pro Saatgutmenge (z. B. bei der Beizung).

Aussaat

Ausbringen des Saatgutes in den Boden. Das geschieht mit Hilfe spezieller Sämaschinen, damit das Saatgut in der richtigen Menge und in die jeweils richtige Bodentiefe gelangt. Man unterscheidet verschiedene Saatverfahren: Drillsaat, das häufigste Verfahren: Kornablage...

Auswaschung

nennt man die Verlagerung von Pflanzennährstoffen oder Pflanzenschutzmitteln aus den oberen, den Pflanzen verfügbaren Bodenschichten in den Unterboden und das Grundwasser.

Bakterizid

nennt man ein chemisches Mittel, das Bakterien tötet. Siehe Pflanzenschutz.

BBA

Abkürzung für die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Berlin und Braunschweig. Sie ist die Bundesoberbehörde für den Pflanzenschutz und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Die BBA ist für die...

Beizen

nennt man das Aufbringen von Pflanzenschutzmitteln (in diesem Fall Beizmittel genannt) in fester oder flüssiger Form auf das Saat- und Pflanzgut. Meist handelt es sich um Fungizide, also Mittel gegen schädliche Kleinpilze. Sie sollen erstens das Saatgut im Boden...

Beratung

Um sich bei Pflanzenschutzproblemen beraten zu lassen, kann sich der Landwirt an den amtlichen Pflanzenschutzdienst und die Landwirtschaftskammern wenden. Es gibt auch private Beratungsringe, die häufig mit Universitäten zusammenarbeiten. Auch die Industrie berät den...

Bestandesführung

ist ein Begriff aus dem Getreideanbau. Er umfaßt alle Maßnahmen von der Aussaat bis zur Ernte, die der Sicherung und optimalen Pflege des Bestandes dienen. Dazu gehören zum Beispiel die richtige Stickstoffdüngung und der gegebenenfalls Einsatz von Halmverkürzern. Oft...

Bestandsdichte

die Zahl der ährentragenden Halme (bei Getreide) oder der Einzelpflanzen pro Quadratmeter oder pro Hektar. Für jede Pflanzenart gibt es eine optimale Bestandsdichte. Wählt der Landwirt eine höhere Dichte, behindern sich die Pflanzen gegenseitig (kleinere Ähren oder...

Bestäubung

nennt man die Übertragung von Blütenstaub (Pollen) von den männlichen Blütenteilen auf die weiblichen Teile einer anderen Blüte oder Pflanze der gleichen Art. Erst nach dieser Befruchtung bilden sich Früchte und Samen, aus denen sich dann neue Pflanzen entwickeln...

Bestellung

die Vorbereitung von Ackerflächen und die damit direkt zusammenhängenden Vorarbeiten für die Aussaat.

Betarüben

ein botanischer Oberbegriff für Futterrüben, Zuckerrüben, Rote Rüben und Mangold. Er leitet sich von deren lateinischem Gattungsnamen Beta ab. Daneben gibt es Brassica-Rüben (vor allem Kohlrüben = Steckrüben) und Mohrrüben (Karotten,...

Biologische Schädlingsbekämpfung

nennt man die Bekämpfung von Schadorganismen durch biologische Mittel (also nicht durch chemische Pflanzenschutzmittel). Dazu fördert man zum Beispiel ihre natürlichen Freßfeinde oder setzt diese „Nützlinge“ sogar in großen Mengen aus. Oder man verbreitet...

Blattdüngung

Eine Form der Düngung. Pflanzen können Nährstoffe nicht nur über die Wurzeln, sondern auch durch die Blätter aufnehmen. Die Aufnahme der Pflanzennährstoffe über die Blätter geschieht sogar rascher als über die Wurzel, allerdings müssen die Nährstoffe vollständig...

Blattfrüchte

nennt man die Nutzpflanzen mit hohem Blattanteil. Dazu zählen alle mit Ausnahme der Getreidearten (sie werden als Halmfrüchte bezeichnet), also zum Beispiel Hackfrüchte wie Kartoffeln und Rüben, Hülsenfrüchte wie Erbsen und Ackerbohnen und kleeartige Futterpflanzen...

Blattlaus

Blattläuse sind Insekten, die Pflanzen anbohren und deren zuckerreichen Saft saugen. Treten sie in großen Mengen auf (Blattläuse können sich ungewöhnlich rasch vermehren) behindern sie das Pflanzenwachstum. Vor allem aber können sie gefürchtete...

Boden

So nennen wir die oberste, lockere Schicht der Erdkruste, in der die Pflanzen wachsen. Sie ist durch Verwitterung und die Arbeit von Lebewesen entstanden. In ihr sind Gesteinsteile (von Steinen über Kies, Sand, Schluff bis hinunter zu feinsten Tonteilchen), organische...

Bodenbearbeitung

die Gesamtheit der Ackerbaumaßnahmen, die die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und erhöhen sollen. Dazu gehören insbesondere Lockern, Zerkrümeln, Wenden der Bodenschichten, zur Unkrautbekämpfung, zum Einbringen von Düngemitteln und Pflanzenrückständen und vor allem...

Bodenentstehung

Die Natur hat 10 000 Jahre gebraucht, um die Böden Mitteleuropas zu schaffen. Nach der Eiszeit ließen die zurückweichenden Gletscher nur kahle Felsen und, vor allem in Norddeutschland, öde Sand- und Schotterflächen zurück. Wetter und fließendes Wasser haben das...

Bodenerosion

Wind und fließendes Wasser tragen Bodenbestandteile davon, besonders dann, wenn der Boden nicht durch Bewuchs geschützt ist oder an einem Hang liegt. So können Stürme tonnenweise den Humus davonwehen, besonders, wenn der Boden feinsandig und ausgetrocknet ist. Und an...

Bodenfruchtbarkeit

ist die Fähigkeit des Bodens, Pflanzennährstoffe zu speichern und bei Bedarf an die Pflanzen abzugeben, die Pflanzenbestände optimal mit Bodenwasser und Bodenluft zu versorgen und durch eine hohe biologische Aktivität ein optimales Wurzelwachstum und eine rasche...

Bodenleben

In einer Handvoll guten Humusbodens gibt es weitaus mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. Ohne diese Lebewesen wäre längst jedes Leben auf der Erde an Nährstoffmangel eingegangen oder unter Leichen erstickt. Sie sorgen gemeinsam dafür, da das Leben auf der Erde...

Bodenschutz

Der Boden ist ein unvermehrbarer Teil der Natur und Landschaft sowie die Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion. Die hierfür notwendigen Eigenschaften und Funktionen des Bodens sind zu erhalten und, dort wo notwendig und möglich, zu verbessern. Der Boden ist...

Bodentypen

kennzeichnen den entwicklungsbedingten Zustand des Bodens. Der Bodentyp wird anhand eines Bodenprofils (Bodenaufgrabung) ermittelt. Je nach Gesteinsuntergrund, Klima, Wasser, Relief, Vegetation und menschliche Einflußnahme haben sich unterschiedliche Bodentypen...

Bodenuntersuchung

wird zur Ermittlung des pflanzenverfügbaren Nährstoffgehaltes eines Bodens empfohlen. Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalten (LUFA) bieten u. a. die klassischen Untersuchungsmethoden gegen Gebühr jedem Landwirt an. Untersucht werden Bodentyp,...

Bodenverdichtung

geschieht durch Bearbeitung zu ungünstigen Zeiten, etwa wenn der Boden zu naß ist. Dann drückt und preßt das hohe Gewicht der Landmaschinen die Bodenteilchen zusammen. Verdichtungen verringern die Bodenfruchtbarkeit, weil sie den Zutritt von Wasser und Luft sowie die...

Brache

nennt man die aus der Agrarproduktion ausgeschiedenen landwirtschaftlichen Nutzflächen, die nicht zur Besiedelung, für Industrieanlagen oder Verkehrswege verwendet werden. In unserem Klima sind diese Flächen im allgemeinen von Natur aus ganzjährig mit Vegetation...

Braugerste

ist eine Produktionsform der Sommergerste, die für die Bierbrauerei bestimmt ist. Die beste Qualität (95 % der Körner größer als 2,5 Millimeter) heißt Ausstichgerste. Als Aussaatmenge werden 120 bis 160 Kilogramm pro Hektar im April gebraucht, die Ernte ist im August...

Buchweizen

ist ein Knöterichgewächs mit weißen bis rosafarbenen Blüten. Die Früchte sind dreieckig wie Bucheckern, sie werden zur Herstellung von Backwaren und Grütze verwendet. Die anspruchslose Pflanze, die auch auf armen Sandböden gedeiht, wird gern als Sommer-Zwischenfrucht...

Calcium

(chemisches Zeichen Ca) ist das dritthäufigste (nach Eisen und Aluminium) chemische Element der Erdkruste. In reinem Zustand ist ein silberweißes, weiches Metall. Calciumverbindungen finden sich im Kalk, der ganze Gebirge (Kalkalpen, Schwäbische und Fränkische Alb,...

Chemischer Pflanzenschutz

Schutz von Pflanzen, insbesondere Kulturpflanzen, durch Bekämpfung von Schadorganismen und Krankheiten mit Pflanzenschutzmitteln synthetischer oder natürlicher Herkunft.

Dammfräsen

maschinelle Maßnahme beim Anbau von Kartoffeln. Um die spätere Ernte zu erleichtern, schüttet man auf Kartoffelfeldern Dämme aus der Erde der angrenzenden Reihen auf, in die man dann die Knollen setzt.

Düngemittel

sind Pflanzennährstoffe, die das Wachstum fördern, den Ertrag erhöhen oder die Qualität an wertgebenden Inhaltsstoffen verbessern und daher vom Bauern aufs Feld gebracht werden (Düngung). Die Einteilung der Düngemittel wird entsprechend ihrer Herkunft in...

Düngung

Wachsende Pflanzen entnehmen aus dem Boden Nährstoffe und speichern sie in ihren Blättern und Früchten. Das sind vor allem Mineralsalze, die die chemischen Grundstoffe Stickstoff, Phosphor, Calcium, Kalium und Schwefel enthalten. Mit der Ernte werden dem Boden also...

Ertragsfähigkeit

beschreibt die Wertigkeit eines Bodens. Auch Böden mit geringen Nährstoffvorräten (z. B. leichte Sandböden) können hohe Erträge bringen, wenn sie angemessen gedüngt und bewirtschaftet werden.

Ertragsverluste

Ertragsverluste entstehen durch Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter in landwirtschaftlichen Kulturen. Aber auch die Wahl einer falschen, d. h. an den Standort nicht angepaßten Sorte, falsche Anbaumethoden und ungünstiges Wetter führen zu Ertragsverlusten. Die...

Extensivierung

bedeutet das Gegenteil von Intensivierung, in unserem Falle also Verminderung der landwirtschaftlichen Produktion. 1989 beschloß die EU ein Extensivierungsprogramm, um landwirtschaftliche Überschüsse abzubauen und gleichzeitig umweltfreundliches Wirtschaften zu...

Feldfutterbau

ist der Anbau von Früchten speziell als Futter für Tiere. Dazu würden also auch Mais, Futterrüben und Futtergetreide gehören. Im engeren Sinne versteht man darunter aber nur den Anbau von kleeartigen Pflanzen (Rotklee, Weißklee usw.), Luzerne, Futtergräsern....

Flächenstillegung

(in der EU) verordnet, um Agrarmarktprobleme wie z. B. die Überproduktion von Getreide einzudämmen (siehe auch Agrarreform, Extensivierung, Brache).

Florfliegenlarven

diese Insektenlarven sind große Blattlaus-Vertilger und werden daher als Nützlinge in der Biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.

Flüssigdünger

sind Düngemittel in flüssiger Form, insbesondere Stickstoffdünger. Vorteile sind einfache Lagerung und bequemes und exaktes Ausbringung (durch Pumpen und Sprühgeräte).

Fruchtfolge

nennt man die zeitliche Aufeinanderfolge verschiedener Kulturpflanzen auf ein und demselben Feld. Der Wechsel beugt Schäden vor, die bei Monokulturen (ständiger Anbau einer Kulturpflanze auf demselben Feld) auftreten: zu starke Verunkrautung, übermäßiger Verlust...

Fungizid

Chemisches Pflanzenschutzmittel, das Pilze abtötet und so Pilzkrankheiten, in der Regel an Kulturpflanzen, bekämpft.

Futterrüben

gehören zu den Beta-Rüben und werden ausschließlich als Viehfutter angebaut. Sie unterscheiden sich in der Form deutlich von den nahe verwandten Zuckerrüben: Sie sind walzen- oder tonnenförmig, von weißer, gelber, rosa oder roter Farbe und ragen weit aus dem Boden....

Gemüseproduktion

Während die meisten landwirtschaftlichen Pflanzenbaubetriebe Getreide, Rüben oder Kartoffeln anbauen, haben sich andere auf Sonderkulturen spezialisiert, zum Beispiel den Gemüseanbau. In Deutschland wird er auf etwa 1500 Hektar Gewächshausfläche und rund 80.000 Hektar...

Gerste

ist die vermutlich älteste Getreideart, die der Mensch in Kultur nahm. Schon die alten Ägypter, Griechen, Römer und Chinesen bauten sie an. Heute ist sie die nach Weizen, Reis und Mais weltweit viertwichtigste Getreideart. Es gibt zweizeilige und mehrzeilige Formen;...

Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs

Es sagt aus, daß der Pflanzenertrag durch steigenden Pflanzennährstoffeinsatz bis zu einem Maximum in kleiner werdenden Zuwachsraten ansteigt, dann jedoch trotz erhöhter Nährstoffzufuhr stagniert oder abfällt (der alte Satz „Viel hilft viel“ stimmt also in...

Gesundungsfrüchte

sind Glieder einer Fruchtfolge, die widerstandsfähig sind gegen bestimmte Krankheitserreger (Insekten, Bakterien, Pilze usw.). Baut man sie daher nach einer befallenen Frucht an, kann sich der Erreger nicht wieder entwickeln und geht zurück.

Getreide

Vor über 12 000 Jahren haben die Menschen entdeckt, daß die Körner bestimmter Gräser gut schmecken und sättigen. Zunächst haben sie sie nur gesammelt. Später lernten sie, solche Gräser in der Nähe ihrer Wohnstätten auszusäen, um sie dann einfacher ernten zu können....

Gräser

stellen die für die Landwirtschaft bei weitem wichtigste Pflanzenfamilie dar: sämtliche Getreide-Arten gehören dazu, aber auch viele Futterpflanzen, die in der Grünland-Bewirtschaftung wichtig sind (Weidewirtschaft, Heu- und Silagegewinnung). Man unterscheidet Süß-...

Grubber

sind Geräte zur Bodenbearbeitung. Sie werden in der Regel gezogen und besitzen mehrere Zinken, die in den Boden eindringen. Grubber dienen zum Lockern und Krümeln der Erde, etwa eines abgeernteten Stoppelfeldes, zum Einarbeiten von Pflanzenresten (Gründüngung) oder...

Grummet

Der 1. Schnitt einer Heuwiese wird als Heu bezeichnet. Der zweite und die weiteren Grasschnitte – Heuwiesen werden bis sechs mal im Jahr geschnitten – werden Grummet genannt (auch „Grünmat“ von „grün Mahd“), in Süddeutschland und...

Grunddüngung

Das Ausbringen der Pflanzennährstoffe Phosphat und Kalium eventuell mit einer Stickstoffgabe entweder im Herbst oder im Frühjahr. Sie wird mit dem Düngerstreuer ausgebracht und mit Egge oder Grubber gleichmäßig eingearbeitet.

Gründüngung

nennt man das Einarbeiten von grünen Pflanzen oder angewelktem Pflanzenmaterial (Ernterückstände, Stroh) in den Boden. Meist werden die Pflanzen sogar extra für diese Zweck angebaut (Zwischenfruchtbau, etwa mit Raps, Sonnenblumen, Kleegrasmischung, Senf). Gründüngung...

Grünland

Wiesen, Weiden und andere Flächen, die für längere Zeit (1 bis 20 Jahre) mit Gräsern eingesät werden. Als Grunddüngung bringt man die Pflanzennährstoffe Phosphat und Kalium, eventuell mit einer Stickstoffgabe, entweder im Herbst oder im Frühjahr...

Gülle

nennt man eine Mischung aus Kot, Harn und Einstreu mit unterschiedlichem Wasseranteil. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsdünger. Je nach Beigabe von Einstreu und Wasser spricht man von Dick- oder Dünngülle, Schwemmmist oder Flüssigmist. Im Gegensatz zum Festmist steht...

Hackfrüchte

Unter dieser Bezeichnung faßt man Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterrüben und Mais zusammen, die während des Wachstums mehrmaliges Hacken brauchen, damit der Boden nicht verkrustet und möglichst wenig Unkräuter aufkommen. Denn sie wachsen zunächst...

Hafer

diese Getreideart verbreitete sich zunächst unerwünscht in Weizen- und Gerstenfeldern; bei den Römer galt er noch als Unkraut wie heute noch der Flughafer. Aus ihm sind vermutlich vor rund 5000 Jahren die Kulturformen des Hafers gezüchtet worden. Hafer dient als Vieh-...

Halmbruch

ist eine gefürchtete Getreidekrankheit. Erreger ist ein Pilz, der besonders bei kühlfeuchter Witterung im Winterhalbjahr die Halme von Weizen, Roggen und Wintergerste befällt, so daß sie brechen. Indirekte Maßnahme: Aushungern durch geeignete Fruchtfolge, mindestens 2...

Halmfrüchte

Sammelbezeichnung für die Getreidearten, im Gegensatz zu den Blattfrüchten.

Halmverkürzer

sind chemische Mittel (etwa CCC), die bewirken, daß trotz einer erhöhten Düngergabe die Stengel von Getreide und anderen Kulturen nicht besonders lang werden. Dadurch wird das Risiko des Halmbruchs unter der Last der schweren Ähren und des Lagerns des Getreides...

Handelsdünger

Die Wirtschaftsdünger bringen in der Regel nur einen Teil der Pflanzennährstoffe in den Boden zurück, der ihm über die Ernten entzogen werden. Den fehlenden Anteil muss man mit Handelsdüngern einbringen (Düngung). Die Mineraldünger werden eingeteilt in...

Höchstmenge

ist nach der Pflanzenschutz-Höchstmengenverordnung die in Milligramm pro Kilogramm (ppm) angegebene, gesetzlich geduldete Menge von Stoffen, z. B. von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen, Wachstumsreglern oder Schwermetallen, die in oder auf Lebensmitteln pflanzlicher...

Insektizid

nennt man ein chemisches Mittel, das gegen Insekten eingesetzt wird (siehe Pflanzenschutzmittel).

Integrierter Landbau

Unter diesem Begriff fasst man Anbau- und Produktionsverfahren der Landwirtschaft zusammen, die sowohl ökologischen als auch ökonomischen Erfordernissen Rechnung tragen (also nicht nur ökonomischen!). Dabei sollen alle geeigneten Verfahren des Acker- und Pflanzenbaus...

Integrierter Pflanzenschutz

ist ein Teilgebiet des Integrierten Pflanzenbaus. Dabei werden alle wirtschaftlich, technisch und ökologisch einsetzbaren Verfahren sinnvoll aufeinander abgestimmt eingesetzt, um Schädlinge an Kulturpflanzen unter der Schadensschwelle zu halten und dabei unerwünschte...

Kalidünger

bestehen aus wasserlöslichen Salzen, die den Pflanzennährstoff Kalium enthalten. Der Kalidünger dient zur Grunddüngung. Es gibt chlorid- und sulfathaltige Kalidünger, die sulfathaltigen sollten für Pflanzen verwendet werden, die kein Chlorid vertragen (etwa...

Kalium

(K) ist einer der wichtigsten Pflanzennährstoffe. Reines Kalium ist ein silbernes, weiches Metall, dessen Verbindungen zu etwa 2 % in der Erdkruste vertreten sind. Es spielt eine lebensnotwendige Rolle bei den physiologischen Vorgängen (u. a. Wasseraufnahme,...

Kalkdünger

(chemische Formel CaCO3), Kalkung, eigentlich Calciumdünger. Eine geregelte Kalkversorgung ist Grundlage jeder Düngung. In erster Linie wird Kalk als Bodendünger ausgebracht, um den pH-Wert (Säuregrad) des Bodens zu regulieren, die Verfügbarkeit der übrigen Nährstoffe...

Kartoffeln

gehören zu den wichtigsten Nutzpflanzen gemäßigter Gebiete. Ihre Heimat sind die Hochebenen Perus und Equadors; sie kam erst einige Jahre nach der Entdeckung der Neuen Welt nach Europa, und zwar zunächst als Zierpflanze. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie von...

Kleeartige Futterpflanzen

sind für den Feldfutterbau in Gebrauch. Die wichtigsten Kleearten sind Rotklee, Weißklee, Bastardklee, Esparsette, neuerdings Alexandrinerklee und Perserklee. Die älteste kleeartige Futterpflanze ist die Luzerne. All diese Pflanzen gehören zu den Leguminosen; sie...

Kohlhernie

ist eine Pilzkrankheit an Kohlarten sowie Steckrüben und Raps.

Konturpflege

Pflügen entlang der Höhenlinien (statt bergauf und -ab). Damit wird die Bodenerosion vermindert, weil das Regenwasser nicht in den Pflugfurchen bergab strömen kann.

Kopfdüngung

Sie wird in den wachsenden Bestand ausgebracht und unterstützt das Pflanzenwachstum in einem bestimmten Entwicklungsabschnitt. Gekörnte Düngemittel sind zu empfehlen: Die Gefahr der Verätzung bei nicht ganz abgetrockneten Beständen ist dann nicht so groß. Siehe auch...

Körnermais

ist eine spezielle Form vom Mais, die zur Gewinnung der gelben Körner angebaut wird. Er hat in der Tierfütterung durch Einsatz von Corn-Cob-Mix heute an Bedeutung verloren.

Kraut- und Knollenfäule

ist die gefährlichste Pilzkrankheit der Kartoffel. Sie schmälert den Ertrag und beeinträchtigt auch die Qualität, da der Erreger auch die Knollen anfällt. Die Krankheit geht von den vorjährig erkrankten Knollen aus. Daraus ergibt sich auch die Vorsorge: keine direkte...

kurativ

heilend. Eine kurative Pflanzenschutzmaßnahme ist gegen eine bereits aufgetretene Krankheit oder einen Schädling gerichtet und versucht, den Schaden zu begrenzen. Häufig kann man sich für kurative Pflanzenschutzmaßnahmen nach den Schadensschwellen richten, die...

Lager, Lagerneigung von Getreide

Lager, Lagerneigung von Getreide Zu dicht gepflanzte Bestände und zu hohe Stickstoffversorgung führen zu weichen Getreidehalmen, verbunden mit einem hohen Infektionsdruck durch Pilze. Windiges Wetter mit starken Niederschlägen führt dann dazu, dass die Halme über...

Läuse

Diese tierischen Schädlinge verursachen bei massivem Auftreten Saugschäden an den befallenen Pflanzen. Als Schutzmaßnahme empfehlen wir vorbeugende Insektizidmaßnahmen (siehe Schädlingsbekämpfungsmittel) für die betreffende Kultur (siehe auch Biologische...

Leguminosen

  Man unterscheidet die Leguminosen in Hülsenfrüchte (auch Körnerleguminosen genannt, z.B. Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen, Wicken, Erdnüsse) und kleeartige Futterpflanzen (z.B. Luzerne, Rotklee, Esparsette ). Leguminosen sind für Tierfutterbereitung und Gründüngung...

Lein

(auch Flachs genannt) ist eine uralte Kulturpflanze, die schon zur Zeit der Pfahlbaukulturen in der Jungsteinzeit sowie bei Sumerern und Ägyptern vor etwa 8 000 bis 6 000 Jahren angebaut wurde. Wahrscheinlich ist er die bereits am längsten zur Gewinnung von Fasern für...

Luzerne

ist eine der wichtigsten und ertragsstärksten kleeartigen Futterpflanzen. Die blauviolett blühende Pflanze gehört wie Klee zu den Leguminosen. Ihre Wurzel reicht bis zu 2 Meter tief in den Boden. Sie wird als Fruchtfolge-Glied zur Bodenverbesserung (Gründüngung) und...

Mais

Dieses Getreide ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Es wurde vor über 5000 Jahren in Mittel- und Südamerika aus Wildformen gezüchtet. Mais ist auch unter der Bezeichnung Kukuruz (vor allem in Österreich), Türkischer Weizen oder Welschkorn bekannt, in den USA wird er...

Monokultur

Anbau der gleichen Pflanzenart auf demselben Feld in aufeinanderfolgenden Jahren (Beispiel Mais-Monokultur). Sie führt leicht zur Erschöpfung des Bodens und begünstigt Schädlinge. Siehe Fruchtfolge.

Nachauflaufbehandlung

  nennt man die Behandlung einer Kultur, die schon aufgelaufen ist, von der also schon Pflanzenteile über der Bodenoberfläche erschienen sind, oder die Bekämpfung von Unkraut, das schon aufgelaufen...

Nachbau

Wiederholter Anbau einer Kulturpflanze, z. B. Wintergerste nach Wintergerste. Der Nachbau von Kulturpflanzen zieht Fruchtfolgenprobleme (Krankheiten) nach sich.

Nachwachsende Rohstoffe

Organische Stoffe aus land- und forstwirtschaftlichen Nutzpflanzen, die nicht für Nahrungszwecke erzeugt werden, sondern zu Textilfasern, Kunststoffen, Medikamenten oder Treibstoff weiterverarbeitet werden. Nach ihren Gerüst- und Inhaltsstoffen können sie grob in die...

Nährstoffmangel

also Mangel an Pflanzennährstoffen im Boden, führt zu Ertragseinbußen und ungenügenden Gehalten an Inhaltsstoffen (Eiwei , Zucker, Stärke, Vitamine). Stickstoffmangel zeigt sich an unbefriedigender Blattbildung bei geringem Chlorophyllgehalt. Phosphormangel ist an...

negative Vorfrüchte

sind das Gegenteil von idealen Vorfrüchten in einer Fruchtfolge: nämlich solche, die vor einer bestimmten Frucht keinesfalls angebaut werden sollten.

Negativprognose

Voraussage eines Zeitpunktes, bis zu dem eine Pflanzenkrankheit (z. B. die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel) nicht auftreten wird. Erst wenn die stündlicher Temperaturwerte bei hohen Luftfeuchten einen gewissen Stellenwert erreicht haben, beginnt die Entwicklung...

Nematoden

Fadenwürmern, die zum Bodenleben zählen. Die meisten ernähren sich von tierischen und pflanzlichen Resten. Andere aber parasitieren an Tieren und Pflanzen und stellen dann Schädlinge dar, die etwa (je nach Art) Kartoffeln, Rüben, Getreide, Kohl oder Raps...

Nitrat

(chemische Formel NO3) sind die Salze der Salpetersäure. Sie werden z. T. in der Landwirtschaft als Stickstoff-Dünger eingesetzt, denn Stickstoff in Form von Nitrat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. Allerdings sollte die Nitrat-Düngung besonders sparsam und...

Nützlinge

sind Tiere (Insekten, Vögel), die andere, schädliche Tiere fressen und so zu einer Verminderung des Schadens an Kulturpflanzen beitragen. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln besteht immer das Risiko, auch die Nützlinge zu treffen, entweder direkt durch die...

Ökologischer Landbau

Gegenüber dem konventionellen Landbau gibt es verschiedene alternative Landbaumethoden. Man versteht darunter im allgemeinen nach verbindlichen Richtlinien arbeitende Gruppen von Landwirten und Gärtnern, die ganz ohne mineralische Düngemittel und chemische...

Ölfrüchte

Unter diesem Begriff fasst man Pflanzen unterschiedlicher Familien zusammen, die eines gemeinsam haben: Sie liefern Öl. Dazu gehören zum Beispiel Raps (Bild links), Rübsen, Senf, Sonnenblumen und Lein. Das Öl wird in der Nahrungsmittelindustrie (direkt oder z. B. zur...

Organische Düngemittel

stammen in der Regel vom eigenen Hof (Wirtschaftsdünger). Dazu zählen Mist, Jauche, Gülle, Gründüngung, Stroh. Es gibt aber auch organische Handelsdünger, etwa Klärschlamm oder Kompost aus Kompostierbetrieben. Organisch ist ein Dünger dann, wenn seine Nährstoffe nicht...

Organische Düngung

ist die Düngung mit organischen Düngemitteln. Sie soll dem Boden Humusstoffe und organisch gebundene Pflanzennährstoffe zuführen, die nach Mineralisation der Pflanze zur Verfügung stehen. Die organische Substanz erhöht den Humusgehalt im Boden als wichtigen Faktor der...

Pflanzenbau

Pflanzenbau ist der Zweig der Landwirtschaft, der sich mit der Erzeugung von Pflanzen beschäftigt (im Gegensatz zur...

Pflanzenernährung

Pflanzen brauchen zum Wachstum nicht nur Wasser, Sonnenschein und Luft (genauer: das darin enthaltene Gas Kohlendioxid), sondern auch mineralische Nährstoffe. Diese Pflanzennährstoffe sind im Boden enthalten und werden normalerweise mit dem Wasser über die Wurzeln...

Pflanzennährstoffe

sechs Hauptnährstoffe braucht die Pflanze in relativ großer Menge: Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Schwefel (S), Calcium (Ca) und Magnesium (Mg). Zusammen mit den Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff baut sie daraus Fette und...

Pflanzenschutz

Alle Maßnahmen zum Schutze der Kulturpflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge sowie vor konkurrierenden Kräutern und Gräsern werden unter dem Begriff „Pflanzenschutz“ zusammengefaßt. Dabei kann zwischen unterschiedlichen Pflanzenschutzmethoden unterschieden...

Pflanzenschutzdienst

Der Pflanzenschutzdienst ist die Organisation auf Länderebene, die für die Durchführung des Pflanzenschutzgesetzes verantwortlich ist (Pflanzenschutzämter und die Landesanstalten für Pflanzenschutz). Zu den Aufgaben des Pflanzenschutzdienstes zählen unter anderem die...

Pflanzenschutzmaßnahmen

Dazu gehört alles, was der Landwirt tut, um seine Kulturpflanzen vor Schädlingen, Krankheiten und Unkräutern zu schützen. Das umfaßt nicht nur das Spritzen von chemischen Pflanzenschutzmitteln, sondern auch mechanische, biologische und biotechnische Verfahren....

Pflanzenschutzmittel

sind chemische oder biologische Wirkstoffe zur Bekämpfung von Unkräutern oder Schädlingenund Krankheiten an Pflanzen. Sie stören oder hemmen die Entwicklung der Schadorganismen oder töten sie direkt. Einige Mittel dienen auch der Abschreckung. Ähnliche Wirkstoffe...

Pflug

Der Pflug ist eines der wichtigsten Geräte in der Landwirtschaft. Es dient zum Aufbrechen, Wenden, Lockern, Krümeln und Mischen des Bodens. Das geschieht meist im Herbst nach der Ernte. Der Boden wird so aufnahmefähiger für Wasser und lockerer. Allerdings darf nicht...

Pflügen

Mechanisches Wenden der oberen Bodenschicht (ca. 30 cm). siehe auch Pflug

Phosphatdünger

sind Handelsdünger, die dem Boden Phosphate zur Verfügung stellen. Sie werden aus Rohphosphaten hergestellt; das sind entweder Ablagerungen von Meerestieren, die an mehreren Stellen der Erde abgebaut werden, oder Nebenprodukte der Eisengewinnung. Diese Rohphosphate...

Phosphate

sind Verbindungen des chemischen Elements Phosphor, genauer: Salze der Phosphorsäure. Im Boden fördern sie ähnlich wie der Kalk die Bodenstruktur, was sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit auswirkt. Phosphate (die chemische Formel wird als P2O5 angegeben) werden...

Phosphor

(chemisches Zeichen: P) ist ein nichtmetallisches chemisches Element. Es kommt in zwei Formen vor: als selbstentzündlicher und leicht brennbarer, im Dunkeln leuchtender, hochgiftiger „weißer Phosphor“ und als kaum giftiger,nicht selbst entzündlicher „roter...

Photosynthese

(gelegentlich auch als Assimilation bezeichnet) ist der wichtigste chemische Vorgang auf der Erde und Grundlage allen höheren Lebens. Er läuft in allen grünen Pflanzen ab. Sie bauen dabei mit Lichtenergie Traubenzucker aus Kohlendioxid und Wasser auf, wobei Sauerstoff...

Pillierung

eine Methode zum Schutz von Saatgut (etwa von Rüben) gegen Schädlinge. Jedes der Körner wird mit einer Masse umhüllt, die Wirkstoffe gegen Frühschädlinge enthält. Das ist arbeitssparend, mittelsparend und umweltschützend, denn 100 Gramm Wirkstoff reichen aus, um das...

prophylaktisch

bedeutet vorbeugend. Ist aus Erfahrung mit dem Befall durch Krankheiten und Unkräuter zu rechnen, kann eine vorbeugende Pflanzenschutzmaßnahme finanziell und ökologisch vorteilhafter sein als ein Abwarten, bis sich der Befall wirklich ausgeprägt hat und dann oft nicht...

Raps

ist eine unserer wichtigsten Ölfrüchte, denn unter den Klimabedingungen in Deutschland liefert er die höchste Fettmenge pro Hektar. Außerdem verbessert er die Bodenstruktur und eignet sich ideal als Vorfrucht für fast alle Pflanzen in der Fruchtfolge. Sein Anbau...

Rapsglanzkäfer

gilt als der Hauptschädling des Rapses. Die nur 2,5 Millimeter kleinen Insekten fressen an den Blütenknospen und verhindern dadurch den Fruchtansatz. Sobald die blauschwarz glänzenden Käfer in Massen auftreten (Schadensschwelle bei Raps: 3 bis 5 Käfer je Blütenstand),...

Regenwürmer

sind die wohl wichtigsten Bodenlebewesen (Bodenleben). Sie haben einen walzenförmigen Körper, der vorn und hinten spitz zuläuft. Winzige Borsten an der Außenseite des Körpers helfen bei der Fortbewegung im Boden. Es gibt davon weltweit über 1000 Arten, die meist nur...

Roggen

ist die wahrscheinlich jüngste Getreideart, denn er wird erst seit etwa 2500 Jahren genutzt. Er ist recht anspruchslos, zeichnet sich durch gute Kälteresistenz aus und wächst auch auf sandigen Böden noch gut. Weltweit spielt sein Anbau keine große Rolle. Die Kleber...

Rüben

siehe Futterrüben und Zuckerrüben.

Rückstände

nennt man Fremdstoffe, die aus der Produktion in die Nahrungsmittel gelangt sind. Das können zum Beispiel Schwermetalle (aus belastetem Boden), Medikamente, Masthilfsmittel (Hormone), Pilzgifte (aus verschimmeltem Futter), chemische Pflanzenschutzmittel oder...

Sachkunde

Der Gesetzgeber verlangt für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf einem landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Betrieb vom Anwender den Nachweis, daß er mit den Mitteln sachgerecht umgehen kann den sogenannten Sachkundenachweis. Dieser ist ein ganz...

Sämaschinen

dienen dazu, das Saatgut gleichmäßig, in vorgewählter Menge und in die richtige Tiefe in den Boden zu bringen (Aussaat). Sie werden in der Regel vom Traktor gezogen und angetrieben; vielfach sind sie mit Saatbettbereitungsgeräten kombiniert. Eine teurere Sonderform...

Schadensprognose

ist die Vorhersage, ob bei Schädlingsbefall ein wirtschaftlicher Schaden zu erwarten ist (Überschreiten der Schadensschwelle) oder nicht. Nur im ersten Fall ist die Anwendung eines Pflanzenschutzmittels sinnvoll. Die nötige Menge ist aber geringer, wenn in diesem Fall...

Schadensschwelle

Jede Maßnahme zur Schädlingsbekämpfung kostet Geld: für die Mittel selbst und für die Arbeit des Ausbringens. Wenn der Schaden noch gering ist, lohnt es sich eher, überhaupt nichts zu tun und einen geringen Verlust zu tolerieren. Erst wenn der Befall durch Schädlinge,...

Schädlinge

sind Tiere, die an Nutzpflanzen fressen oder saugen und sie dadurch in ihrem Wachstum behindern oder sogar zum Absterben bringen. Manche Schädlinge übertragen Krankheiten. Schädlinge sind bestimmte Insekten, Milben, Fadenwürmer oder Nagetiere. Eine Art wird erst dann...

Schlagkartei

nennt man ein mit dem Computer oder handschriftlich geführtes Tagebuch für die einzelnen Felder eines landwirtschaftlichen Betriebes. Es zeigt zu jeder Zeit alle durchgeführten Saat-, Pflege-, Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen sowie die Ergebnisse im Überblick. Es...

Schwarzbeinigkeit

ist eine Pilzkrankheit bei Weizen, Gerste und Kartoffeln. Dabei färben sich Wurzeln und Halmgrund schwarz und werden morsch, die Pflanzen kümmern.

Selektiver Pflanzenschutz

Um Nebenwirkungen auf andere Tiere in der Umwelt möglichst gering zu halten, bemüht sich die Pflanzenschutzindustrie bei der Entwicklung neuer Produkte darum, die Wirkung möglichst auf den Schädling als Zielorganismus zu begrenzen. Dies steht jedoch im Zielkonflikt...

Sonnenblumen

sind ursprünglich in Südamerika heimische Pflanzen, die in der Landwirtschaft wegen ihrer ölliefernden Samen angebaut werden. Sie werden über 2 Meter hoch. Die einzeln stehende Blüten erreichen Durchmesser von 20 bis 50 Zentimetern; sie bestehen aus gelben...

Sortenschutz

ist eine Art Patentschutz für neugezüchtete Sorten von Kulturpflanzen. Im Sortenschutzgesetz ist festgelegt, daß nur der Züchter einer neuen Sorte gewerbsmäßig Saatgut davon erzeugen darf. Neugezüchtete Sorten werden beim Bundessortenamt in Hannover angemeldet,...

Stickstoff

ist ein chemisches Element (chemisches Zeichen: N), ein bedeutender Bestandteil im Eiweiß, daher lebenswichtig für alle Lebewesen und auch ein wichtiger Pflanzennährstoff. Als reaktionsträges, nicht brennbares Gas ist er Hauptbestandteil der Luft. In dieser Form...

Stickstoffdünger

(N-Dünger) gehören zu den wichtigsten Düngemitteln überhaupt, weil Stickstoff ein unverzichtbarer Pflanzennährstoff ist: Ohne Stickstoff kann die Pflanze kein Eiweiß bilden. Die Dünger enthalten das Element in Form von Nitrat (NO3, schnellwirkend), Ammonium (NH4) oder...

Traktor

(auch Schlepper oder Trecker genannt) ist das wichtigste landwirtschaftliche Gerät. Ursprünglich als Ersatz für Zuggespanne (Pferde, Ochsen) gebaut, treiben moderne Formen auch viele landwirtschaftliche Geräte an und dienen, ausgerüstet mit Zusatzteilen, für eine...

Triticale

Triticale ist eine relativ junge Getreide-Art, entstanden aus Kreuzungen zwischen den zwei Getreidearten Weizen und Roggen, wobei Weizen die Mutterpflanze darstellt und Roggen den väterlichen Teil bildet. Der Name ist abgeleitet von den botanischen Bezeichnungen der...

Trockenmasse

ist das Gewicht eines Materials (Erntegut, Futtermittel) nach Abzug des Wassergehalts. Ernteertrag ist nicht gleich Trockenmasseertrag, denn Erntegut wie Silomais, Stroh und auch Chinaschilf ist bei der Ernte feucht. Die Angabe der Trockenmasse hat große Bedeutung...

Unkräuter (Wildkräuter)

sind Pflanzen am falschen Platz. Indem sie Nutzpflanzen Licht, Raum, Nährstoffe und Wasser wegnehmen oder die Ernte behindern, sind sie eine Gefahr für den landwirtschaftlichen Ertrag. Besonders Hackfrüchte sind dagegen empfindlich, während Getreide Unkräuter von sich...

Untersaat

nennt man ein Saatverfahren, bei dem zwei Fruchtarten gemeinsam angebaut werden. Meist sät man kleeartige Pflanzen, gemischt mit Gras, als „Untersaat“ unter Getreide (Deckfrucht). Nach der Ernte der Haupt- oder Deckfrucht kann die Untersaat weiterwachsen,...

Vegetationsphase

oder Vegetationsperiode ist der Zeitraum im Laufe des Jahres, in dem die Pflanzen wachsen, blühen und fruchten. Sie beginnt meistens im März und endet im Oktober. Dann beginnt die Vegetationsruhe, in der es für die meisten Pflanzen zu kalt und zu trocken ist.

Veredelungsbetrieb

ist ein Betrieb, der sich auf die Veredlung, also die Weiterverarbeitung pflanzlicher Produkte (Futterpflanzen) zu tierischen Nahrungsmitteln (Eier, Milch, etc.) spezialisiert hat.

Vorfrucht

nennt man die Feldfrucht, die im Jahr vor der derzeit angebauten Frucht auf der gleichen Fläche angebaut worden war (Fruchtfolge). Sie kann ökologische Auswirkungen auf die aktuelle Frucht haben, zum Beispiel Humusverbesserung, Reduzierung des Krankheitsbefalls bei...

Warndienst

ist die kurzfristige Voraussage über das Auftreten von Schädlingen und Krankheiten in Verbindung mit termingerechten Empfehlungen für gezielte, wirtschaftlich sinnvolle und tragbare Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Verbreitung dieser Informationen wird vom amtlichen...

Wartezeit

oder Karenzzeit nennt man den gesetzlich vorgeschriebene Zeitraum zwischen der letzten Anwendung eines Pflanzenschutzmittels und der Ernte. Grund dafür ist, daß etwaige Reste des Mittels in und auf der Pflanze abgebaut sein sollen, damit sie unter die Höchstmenge...

Wasserbedarf

in der Hauptwachstumszeit haben die Pflanzen einen hohen Wasserbedarf. Bei Getreide liegt der höchste Wasserbedarf vor der Bestockung bis zur Blüte, bei Kartoffeln bis zur Blüte, bei Zuckerrüben während der Blattentwicklung.

Weide

nennt man Grünland, auf dem Vieh grast (weidet). Betriebswirtschaftlich ist das günstiger (praktisch keine Arbeit) als die Gewinnung von Heu, allerdings ist nicht alles Grünland für die Weidenutzung geeignet (etwa wenn es zu feucht ist). Auf jeden Fall muss man darauf...

Weizen

ist die wichtigste Getreideart. Pro Jahr werden davon weltweit rund 650 Millionen Tonnen geerntet.  Würde man diese unvorstellbare Menge in die Waggons eines Güterzugs verladen, reichte dieser Zug fünfmal um den Äquator! Es gibt über 1000 Weizensorten mit...

Wiese

nennt man Grünland, auf dem Gräser sowie in der Regel Wildpflanzen wachsen und die nicht beweidet (Weide), sondern nur zur Heu- oder Silage-Gewinnung genutzt wird. Je nach Boden, Lage und Klima finden sich unterschiedliche Pflanzen ein, dazu eine Fülle von Insekten....

Winterraps

Dieser Raps-Anbau ist wesentlich ertragreicher als Sommerraps und wird daher bei uns fast nur angebaut. Als Anbauziel gelten Kornerträge von 25 bis 45 Dezitonnen pro Hektar, die im Juli gedroschen werden. Die Saatzeit liegt im August mit 4 bis 6 Kilogramm pro Hektar....

Zuckerrüben

gehören zu den Beta-Rüben und haben von allen Früchten die höchste Nährwertproduktion pro Hektar. Süße Rübensorten werden seit alters her angebaut, aber erst 1801 nahm die erste Rübenzuckerfabrik den Betrieb auf. Heute stammt weltweit ein Drittel des Zuckers aus...

Zulassung

Die Biologische Bundesanstalt (BBA) erteilt dem Hersteller von Pflanzenschutzmitteln für ein bestimmtes Produkt eine Zulassung, wenn die wissenschaftliche Prüfung des Mittels ergibt, daß es hinreichend wirksam ist und bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung...

Zwischenfruchtbau

nennt man den Anbau von schnellwachsenden Pflanzen zwischen zwei Hauptfrüchten, wobei die Ernte der Zwischenfrucht nicht zum Verkauf bestimmt ist, sondern als Futter oder zur Gründüngung verwendet wird. Auf den Boden wirkt sich der Zwischenfruchtbau positiv aus: Er...