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7 Fakten über Landwirtschaft

Landwirtschaft im Wandel

Die Landwirtschaft in Deutschland hat in den vergangenen 100 Jahren einen enormen Wandel erlebt. Der Einsatz moderne Technik wie Traktor oder Mähdrescher und wissenschaftliche Forschritte (moderne Anbaumethoden, Düngung, Zucht und Pflanzenschutz) haben dazu geführt, dass immer weniger Bäuerinnen und Bauern die Lebensmittel für immer mehr Menschen erzeugen können.

1949

2013

So viele Mitbürger ernährt ein Landwirt

Vor hundert Jahren war Deutschland noch Agrarstaat

Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts lag der Anteil der in der Landwirtschaft Erwerbstätigen bei 38 Prozent. Mit zunehmender Industrialisierung und mit der Entwicklung des Dienstleistungssektors sank der landwirtschaftliche Erwerbstätigenanteil fast kontinuierlich und betrug Anfang der 50er Jahre 24 Prozent und im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts nur noch knapp 2 Prozent.

In den letzten 100 Jahren wurden enorme Produktivitätssteigerungen erzielt

Immer mehr Menschen werden von einem Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche ernährt. Der Hektarertrag für Weizen zum Beispiel lag vor gut 100 Jahren bei 18,5 Dezitonnen. Heute (Durchschnitt 2008 bis 2013) liegt der Hektarertrag mit 75,7 Dezitonnen mehr als viermal so hoch.

Ein Landwirt ernährt heute 144 Personen

Ein Landwirt erzeugte 1900 Nahrungsmittel in einem Umfang, um etwa 4 Personen ernähren zu können. 1950 ernährte ein Landwirt 10 und 2012/13 sogar 144 Personen (ohne Erzeugung aus Auslandsfuttermitteln). Trotz dieser starken Produktivitätssteigerung blieb Deutschland stets ein Nettoimportland an Agrar- und Ernährungsgütern. 1900 lag der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln bei 87 Prozent. Am Anfang des 21. Jahrhunderts (2012/13) liegt der deutsche Selbstversorgungsgrad bei etwa 92 Prozent, bei starken jährlichen Schwankungen. Angesichts der Arbeitsteilung in einer globalisierten Wirtschaft und der vom Verbraucher gewünschten Vielfalt ist der Selbstversorgungsgrad allerdings kaum noch von gesellschaftspolitischer Relevanz.

Fortschritt als Ursache für enorme Produktivitätssteigerung

Die enorme Erzeugungssteigerung hat ihre Ursache in der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produktionsweisen. Moderne Maschinen und Ställe, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Mineraldünger sowie Zuchtfortschritte bei Pflanzen und Tieren haben dazu geführt, dass die Landwirte heute wesentlich stabilere und höhere Erträge erzielen als früher.